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Überbiss bei Erwachsenen – Symptome und Behandlung

von Lückenschluss

Ein Überbiss fällt nicht immer auf den ersten Blick auf. Während ausgeprägte Fehlstellungen deutlich sichtbar sein können, zeigen sich andere Formen vor allem beim Zusammenbeißen oder durch funktionelle Beschwerden. Auch bei Erwachsenen lässt sich ein Überbiss kieferorthopädisch behandeln. Welche Therapie geeignet ist, hängt davon ab, wie die Zähne und Kiefer zueinander stehen und wodurch die Fehlstellung verursacht wird.

In unserer kieferorthopädischen Praxis LückenSchluss in Hannover betrachten wir deshalb nicht nur die sichtbare Zahnstellung. Eine genaue Diagnostik bildet die Grundlage, um Zahn- und Kieferposition, Bisssituation und individuelle Voraussetzungen gemeinsam zu beurteilen.

Was bei einem Überbiss im Gebiss passiert

Beim normalen Zusammenbiss überdecken die oberen Schneidezähne die unteren Zähne in einem gewissen Maß. Von einem ausgeprägten Überbiss spricht man, wenn dieses Verhältnis deutlich verstärkt ist. Dabei muss zwischen verschiedenen Situationen unterschieden werden. Zum einen kann die vertikale Überdeckung der unteren Schneidezähne vergrößert sein. Zum anderen können die oberen Frontzähne im Verhältnis zur unteren Zahnreihe deutlich weiter vorne stehen. Umgangssprachlich werden unterschiedliche Formen solcher Fehlstellungen häufig unter dem Begriff Überbiss zusammengefasst.

Für die Behandlung ist diese Differenzierung wichtig. Entscheidend ist nicht allein, wie die Frontzähne aussehen, sondern wodurch die veränderte Bisssituation entsteht.

Ein Überbiss kann unterschiedliche Ursachen haben

Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen können sich bereits während des Wachstums entwickeln. Neben erblichen beziehungsweise anatomischen Voraussetzungen können verschiedene Faktoren die Entwicklung der Zahn- und Kieferstellung beeinflussen.

Bei Erwachsenen ist das Wachstum weitgehend abgeschlossen. Eine bestehende Fehlstellung kann deshalb nicht auf dieselbe Weise beeinflusst werden wie während der Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist eine genaue Beurteilung, ob hauptsächlich die Zahnstellung betroffen ist oder ob die Lage beziehungsweise das Verhältnis der Kiefer eine wesentliche Rolle spielt. Diese Unterscheidung beeinflusst, welche kieferorthopädischen Möglichkeiten für die Behandlung infrage kommen.

Sichtbare Zeichen eines Überbisses

Ein Überbiss kann sich insbesondere an der Stellung der Frontzähne zeigen. Die oberen Schneidezähne können die unteren deutlich überdecken oder im Profil weiter hervortreten. Abhängig von Art und Ausprägung können außerdem die Lippenposition und das Gesichtsprofil beeinflusst werden. Manche Patientinnen und Patienten nehmen die Fehlstellung daher zunächst aus ästhetischen Gründen wahr.

Nicht jeder Überbiss verursacht jedoch sichtbare oder spürbare Probleme. Eine fachliche Beurteilung ist deshalb sinnvoll, wenn Unsicherheit über die eigene Bisssituation besteht.

Funktionelle Beschwerden können hinzukommen

Eine ausgeprägte Fehlstellung kann über die Ästhetik hinaus Auswirkungen auf das Zusammenspiel der Zähne haben. Je nach individueller Situation können einzelne Zähne ungünstig belastet werden oder Kontakte beim Zusammenbeißen verändert sein.

Auch Beschwerden im Bereich der Kiefermuskulatur oder Kiefergelenke können verschiedene Ursachen haben. Sie lassen sich daher nicht automatisch auf einen vorhandenen Überbiss zurückführen. Bei entsprechenden Beschwerden sollte die gesamte funktionelle Situation untersucht werden. Gerade deshalb betrachtet moderne Kieferorthopädie für Erwachsene nicht ausschließlich gerade Zahnreihen, sondern berücksichtigt auch die Bisslage und das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer.

Kieferorthopädische Behandlung ist auch im Erwachsenenalter möglich

Zähne lassen sich grundsätzlich auch bei Erwachsenen kieferorthopädisch bewegen. Das Alter allein schließt eine Zahnkorrektur daher nicht aus. Voraussetzung sind unter anderem geeignete zahnmedizinische und parodontale Bedingungen. Bei einem vorwiegend durch die Zahnstellung bedingten Überbiss können unterschiedliche kieferorthopädische Apparaturen eingesetzt werden. Welche davon geeignet ist, richtet sich nach der Ausgangssituation und den notwendigen Zahnbewegungen.

Für viele Erwachsene spielt zusätzlich die Sichtbarkeit der Behandlung eine wichtige Rolle. Transparente Aligner können bei geeigneten Fehlstellungen eine diskrete Möglichkeit darstellen. Bei anderen Ausgangssituationen kann eine festsitzende Zahnspange die sinnvollere Behandlungsform sein. Die Unterschiede zwischen beiden Systemen haben wir ausführlicher im Beitrag „Aligner oder feste Zahnspange – welche Lösung eignet sich besser für Erwachsene?“ erläutert.

Aligner können bei bestimmten Überbiss-Situationen eingesetzt werden

Transparente Zahnschienen bewegen die Zähne schrittweise anhand eines individuell geplanten Behandlungsablaufs. Sie sind herausnehmbar und im Alltag vergleichsweise unauffällig, weshalb sie gerade für erwachsene Patientinnen und Patienten interessant sein können. Ob sich ein Überbiss mit Alignern behandeln lässt, kann jedoch nicht pauschal beantwortet werden. Art und Ausprägung der Fehlstellung, notwendige Zahnbewegungen und die Beteiligung der Kiefer müssen zunächst diagnostisch beurteilt werden.

Bei LückenSchluss setzen wir unter anderem Invisalign als nahezu unsichtbare Zahnspange ein. Entscheidend für die Auswahl ist jedoch nicht allein der Wunsch nach einer unauffälligen Behandlung, sondern die Frage, welches Verfahren für die individuelle Fehlstellung geeignet ist.

Feste Zahnspangen bieten weitere Behandlungsmöglichkeiten

Auch festsitzende Zahnspangen kommen bei der Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten infrage. Brackets und Bögen ermöglichen kontrollierte Zahnbewegungen und können insbesondere dann relevant sein, wenn umfangreichere oder komplexere Korrekturen erforderlich sind.

Eine feste Zahnspange ist deshalb nicht grundsätzlich eine Behandlung, die nur Jugendlichen vorbehalten ist. Moderne kieferorthopädische Konzepte ermöglichen auch Erwachsenen eine individuell geplante Therapie. Welches System letztlich eingesetzt wird, sollte nach der Diagnostik gemeinsam besprochen werden.

Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen gelten andere Voraussetzungen

Nicht jeder Überbiss lässt sich ausschließlich durch Zahnbewegungen korrigieren. Liegt eine ausgeprägte skelettale Fehlstellung vor, kann das Verhältnis zwischen Ober- und Unterkiefer einen wesentlichen Anteil an der Bisssituation haben. Bei Erwachsenen ist das natürliche Kieferwachstum abgeschlossen. In entsprechend ausgeprägten Fällen kann deshalb eine kombinierte kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung in Betracht gezogen werden.

Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ein Überbiss grundsätzlich einen chirurgischen Eingriff erforderlich macht. Erst die individuelle Diagnostik zeigt, ob eine reine Zahnkorrektur ausreicht oder ob die Kieferposition für das gewünschte Behandlungsziel berücksichtigt werden muss.

Eine genaue Diagnostik entscheidet über den Behandlungsweg

Vor einer kieferorthopädischen Behandlung steht die Analyse der individuellen Ausgangssituation. Dabei werden nicht nur einzelne schiefe Zähne betrachtet, sondern Zahnstellung, Biss und Kieferrelation gemeinsam beurteilt. Moderne digitale Verfahren unterstützen eine präzise Behandlungsplanung und helfen dabei, notwendige Zahnbewegungen nachvollziehbar zu planen. Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen und welches Vorgehen zur jeweiligen Situation passt.

Überbiss individuell in unserer Praxis in Hannover behandeln

Ein Überbiss im Erwachsenenalter kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Entsprechend gibt es auch keine Behandlung, die für alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen geeignet ist.

In der Praxis LückenSchluss in Hannover entwickelt Zahnarzt Matiar Bonehie, Master of Science Kieferorthopädie, auf Grundlage der individuellen Zahn- und Kiefersituation ein passendes Behandlungskonzept. Dabei werden sowohl funktionelle Aspekte als auch persönliche Wünsche an die Behandlung berücksichtigt. Ob transparente Aligner, eine festsitzende Zahnspange oder bei komplexeren Ausgangssituationen ein weiterführendes Behandlungskonzept infrage kommt, lässt sich nach einer persönlichen Untersuchung beurteilen. Ziel ist eine kieferorthopädische Behandlung, die nicht nur die sichtbare Zahnstellung, sondern auch eine funktionell passende Bisssituation berücksichtigt.

 

Wenn Sie Fragen zur Behandlung haben, informieren wir Sie gerne persönlich und beraten Sie in unserer Praxis.

Zahnarzt Matiar Bonehie
Master of Science Kieferorthopädie

Ricklinger Stadtweg 52
30459 Hannover

Telefon: 0511 26176558
Telefax: 0511 26175268

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