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Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ziel einer kieferorthopädischen Therapie ist es, Fehlstellungen (Dysgnathien) im Gebiss zu beheben. Im Detail geht es um die Harmonisierung von Hart- und Weichgewebe im Mund und Kiefer. Dies umfasst die Regulierung von Zahn- und Kieferfehlstellungen, berücksichtigt aber auch funktionelle Aspekte wie die Verbesserung des Lippenschlusses, Aussprache, Atmung sowie Gesichtsästhetik.

Es existieren funktionelle, skelettale und dentoalveoläre Ausprägungen. Dabei handelt es sich um Fehlfunktionen, Wachstumsprobleme oder falsche Zahnstellungen mit je nach Patienten sehr unterschiedlichen Auswirkungen auf Zähne, Unter- und Oberkiefer. Zu den Fehlstellungen zählen wir unter anderem Rückbiss, Kreuzbiss, Vorbiss, tiefen und offenen Biss sowie die Nonokklusion.

In erster Linie behindern Fehlstellungen die reibungslosen funktionalen Abläufe im Gebiss. Engstände können zudem die Reinigung der Zähne erschweren. Schmutznischen entstehen, weil weder Zahnbürste noch Zahnseide alles komplett erreicht. Eine Korrektur der Engstände kann demzufolge Karies und Parodontitis mitverhindern.

Durch die Harmonisierung von Kiefer, Zähnen und Weichteilen kommt es insgesamt zu einer funktionellen Verbesserung. Allerdings können Betroffene, gerade Teenager oder Erwachsene, auch seelisch unter schiefen Zähnen leiden. Oder wenn das Profil bzw. die Gesichtsform von der als ästhetisch empfundenen „Norm“ abweicht. Wir erzielen mit einer Spangentherapie also auch eine optische Verbesserung, was zugleich auch die Lebensqualität verbessern kann.

Beim ersten Besuch stellen wir im Rahmen einer klinischen Untersuchung fest, ob bei Ihnen bzw. Ihrem Kind eine kieferorthopädische Behandlung überhaupt notwendig ist. Wir unterscheiden hierbei zwischen Frühbehandlung (Kindern) und Hauptbehandlung (Jugendliche/Erwachsene).

Gemeinsam klären wir ab, ob bezüglich der Ausgangslage zudem eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen (z.B. Kieferchirurg, Logopäde, HNO-Arzt, Manual-/Physiotherapeut) notwendig bzw. sinnvoll ist.

Im nächsten Schritt stellen wir Ihnen alle infrage kommenden Behandlungsschritte inklusive der empfohlenen Auswahl an Zahnspangen vor.

Es gilt: Je früher Sie Dysgnathien vom Experten begutachten lassen, desto besser. So können wir Sie beraten, ob ein Behandlungsstart bereits in Betracht gezogen werden sollte oder man noch abwarten kann. Ein zu später Beginn kann den Verlauf oft um einiges verlängern.

Eine kieferorthopädische Behandlung kann bereits beim Milchgebiss (kieferorthopädische Frühbehandlung) sinnvoll sein. Denn es ist nicht nur auf die Ausformung der Zähne zu achten, sondern auch auf die Position der Kiefer zueinander, Fehlpositionen führen zu einer Verschiebung des Unterkiefers in eine „erzwungene“ Position. Daraus können Überlastungen von Muskeln und Kiefergelenken resultieren.

Etwa mit 6 bis 7 Jahren, also mit Beginn der Grundschule, sollte auf jeden Fall eine Untersuchung stattfinden.

Eine Haupttherapie starten wir in der Regel mit Beginn des späten Wechselgebisses, also im Alter von 9 bis 12 Jahren. Wesentlicher Teil sind die regelmäßigen Kontrollen, um den Fortschritt einer Behandlung kontinuierlich überprüfen zu können und die Behandlung den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Abhängig von der Zahnspange und Behandlungsphase empfehlen wir einen Kontrollintervall von 1 bis 3 Monaten. Während dieser Untersuchung überprüfen wir die Zahnspange auf Passung, Unversehrtheit und Hygiene.

Die Retentionsphase kommt im Anschluss an die aktive kieferorthopädische Behandlungsphase. Wenn die Zähne die gewünschte harmonische Position erreicht haben, bewahrt die Retentionsphase das Ergebnis. Die finale Zahnposition wird stabilisiert.

Die Retentionsphase ist Teil der kieferorthopädischen Hauptbehandlung und dauert in den meisten Fällen ein Jahr. Zum Einsatz kommen herausnehmbare Zahnspangen, die von den Patienten meistens nachts getragen werden. Falls notwendig, können wir ergänzend festsitzende Retainer auf der Innenseite einsetzen.

Das kann man so pauschal nicht beantworten, zumal jede Zahnspange eine spezifische Aufgabe erfüllt. Oft ist auch eine Kombination verschiedener Apparaturen in Erwägung zu ziehen.

Eine herausnehmbare Zahnspange leistet beispielsweise gute Vorarbeit. Sie schafft Platz im Kiefer und koordiniert die Kiefer zueinander, bevor dann die nachfolgenden bleibenden Zähne durchgebrochen sind. Eine vorhergehende Therapie mit einer herausnehmbaren Spange kann auch die Tragedauer einer festen Zahnspange verkürzen.

Die feste Zahnspange hingegen eignet sich besonders gut, wenn es um das Drehen und Korrigieren von Kippungen gehen soll.

Nicht nur die Zähne sollten sorgfältig geputzt werden, auch die Zahnspange verlangt nach einer guten Pflege. Einige Hinweise dazu finden Sie unter Intensivprophylaxe.

Grundsätzlich unterscheidet sich der Pflegeaufwand bei fester oder herausnehmbarer Zahnspange:

Die Reinigung der Zähne mit einer festsitzenden Zahnspange ist aufwendiger. Hierfür gibt es aber spezielle Hilfsmittel, um die Zahnflächen oben, unten und auf den Brackets sowie auch unter dem Bogen und im Zahnzwischenraum zu reinigen. Bei den Handzahnbürsten existieren spezielle Formungen, die häufig in der Mitte kürzere Borsten haben, sodass sie sich gut über die Brackets führen lassen. Zudem gibt es sogenannte Solobürsten, das sind Handzahnbürsten mit einem kleinen Bürstenkopf, mit dem ganz gezielt vor allem am Zahnfleischrand zwischen Zahnfleisch und Bracket geputzt werden kann. Interdentalraumbürsten erfüllen ihre Reinigungsaufgabe im Zahnzwischenraum sowie unterhalb des Bogens zwischen den Zähnen. Wichtig ist die Auswahl der richtigen Größe. Schließlich empfehlen wir die Verwendung von Superfloss statt herkömmlicher Zahnseide. Für weitere Tipps rund um die Pflege Ihrer festen Zahnspange stehen wir gerne persönlich zur Verfügung.

Die Reinigung der Zähne mit herausnehmbarer Zahnspange/Invisalign©-Schiene: Die herausnehmbare Zahnspange sollte, wie die eigenen Zähne auch, zweimal am Tag geputzt werden. Am besten morgens und abends gemeinsam mit der Zahnpflege. Hierfür wird die Zahnspange mit handelsüblicher Zahnpasta und Zahnbürste – außerhalb des Mundraums – gereinigt. Ein behutsames Vorgehen ist anzuraten, damit keine Komponenten verbiegen oder zerbrechen können. Alternativ gibt es Hygienetabs. Die herausnehmbare Zahnspange wird, nachdem vorher die Essensreste mit der Zahnbürste entfernt wurden, in die Sprudellösung eingelegt. Bevor Sie die Zahnspange wieder einsetzen, sollten Sie diese gründlich mit Wasser abspülen. Übrigens: Wir reinigen Ihre Zahnspange auch gern in unserer Praxis „Lückenschluss“ blitzblank, das heißt hygienisch sauber.

 

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